Aquarium reinigen: Wie geht man vor?

zum Wohle der Fische und Pflanzen und natürlich damit es ein echter Hingucker bleibt, sollte man jedes Aquarium regelmäßig reinigen. Es gibt verschiedene Bau- und Zubehörteile, die auf unterschiedliche Weisen und in unterschiedlichen zeitlichen Abständen zu reinigen sind. Mit der richtigen Vorgehensweise sowie den richtigen Hilfsmitteln und Werkzeugen geht das regelmäßige Aquarium reinigen recht einfach von der Hand und nimmt nicht allzu viel Zeit in Anspruch.

 

Aquarium reinigen: Die Scheiben

Alle paar Wochen, je nach Bedarf und Algenwuchs steht eine Reinigung der Glasscheiben des Aquariums an. Von Außen sind die Scheiben des Beckens einfach mit einem Schwamm oder alternativ mit speziellen Tüchern zu reinigen. Wichtig ist, keine Chemikalien zu verwenden, welche ins Aquarienwasser gelangen könnten. Außerdem sollte man darauf achten, die Scheiben nicht zu verkratzen und ein möglichst streifenfreies Reinigungsergebnis zu erzielen. Oftmals genügt klares Wasser zur Reinigung, bei stärkeren Verschmutzungen bietet der Handel spezielle chemiefreie Reiniger oder Reinigungstücher an.

Scheiben im Aquarium reinigen: Der Antennenwels

Fleißiger Scheibenputzer: Harnischwels

Zur Reinigung der Scheiben von Innen kann ebenfalls ein weicher Schwamm verwendet werden. Eine bequemere Alternative stellt ein Magnet-Scheibenreiniger dar, den man von Außen bewegt. Das magnetische Gegenstück löst währenddessen Ablagerungen und Algen auf der Beckeninnenseite ab. Der Vorteil eines Magnetreinigers ist, dass beim putzen die Hände trocken bleiben und

v.a., dass die Methode bei den Aquarienbewohnern deutlich weniger Stress auslöst, als der Eingriff mit Hand und Schwamm ins Beckeninnere. Bei  Kauf eines Magnetreinigers sollte darauf geachtet werden, dass der Magnet ausreichend stark für die Scheibendicke des Aquariums ist. Je Größer das Aquarium, desto dicker die Glasscheiben, desto stärker muss der Magnet des Magnetreinigers sein. Auf diese Weise löst er sich nicht ständig ab, wenn er bewegt wird. Wenn sich das Innenstück des Reinigers ablöst und in den Bodengrund fällt, sollte es danach ausgewaschen und auf Sand- und Kiesrückstände im Reinigungsvlies überprüft werden, da diese sonst bei der nächsten Aquarienreinigung Kratzer im Glas hinterlassen könnten.

Sollten sich algenverzehrende Fische wie z.B. Harnisch- oder Saugwelse im Aquarium befinden, so sollte man erwägen die Rückscheibe oder die seitlichen Scheiben teilweise mit Algen bewachsen zu lassen, um den Algenfressern Nahrung zu bieten und ihnen weniger händisch zufüttern zu müssen.

 

 

 

Empfehlenswerte Scheibenreiniger

Aquarium reinigen: Die Dekoration

Meist eher eine Frage der Ästhetik, aber hin und wieder kann es vorkommen, dass Deko-Elemente wie Steine und Wurzeln verschmutzt, oder stark mit Algen bewachsen sind. Bei zu starkem Algenbewuchs ist davon auszugehen, dass sich zu viele Nährstoffe im Aquarienwasser befinden, Gründe dafür könnten zu viel übrig gebliebenes Futter oder eine Überdüngung sein. Für die Reinigung von stark mit Algen bewachsenen Dekoelementen bietet sich an diese vollständig aus dem Aquarium zu entnehmen und außerhalb mit einem sauberen Schwamm oder einer Bürste gründlich und selbstverständlich ohne Chemikalieneinsatz zu reinigen und sie anschließend wieder ins Aquarium einzusetzen.

 

Pflanzenpflege 

Zur Reinigung des Aquariums gehört auch die Pflege der Wasserpflanzen. Abgestorbene Pflanzenteile sollten mit eine Schere entfernt und entnommen werden, bevor sie im Wasser verrotten. Bei Pflanzenarten die sehr schnell wachsen und sich sehr schnell vermehren (z.B. Wasserpest- oder Valisneria-Arten) muss man hin und wieder Einhalt gebieten und neue Triebe entfernen oder stutzen. Zudem kommt es immer wieder vor, dass sich Pflanzen aus dem Bodengrund des Aquariums lösen, diese verankert man behutsam wieder im Bodengrund. Ggfs. stutzt man das Wurzelwerk vorher mit einer Schere etwas zurecht, damit beim Einbringen keine Wurzeln abknicken und anschließend absterben.

 

Aquarium reinigen: Bodengrund und Mulm absaugen

Alle paar Wochen, je nach Bedarf solltest du den Bodengrund behutsam mit einem Mulmabsauger von Ablagerungen reinigen. Wenn du im gleichen Zug die Scheiben und die Dekoration des Aquariums reinigst, sollte dieser Schritt als letztes folgen. Auf diese Weise werden die Partikel und Schwebstoffe, die sich bei der Reinigung der Scheiben und der Dekoration gelöst haben und im Wasser verblieben sind, jetzt mit abgesaugt. Ansonsten gilt es beim Aquarium reinigen den Mulm, welcher sich auf dem Kies abgelagert hat, abzusaugen und zu entfernen. Dabei ist darauf zu achten, dass man den Bodengrund nicht zu stark aufwirbelt und man evtl. tiefere Schichten des Bodengrunds, welche nützliche Bakterien beherbergen, mit absaugt.

Empfehlenswerte Mulmabsauger

Dennerle Mulmabsauger

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*am 19.01.2020 um 19:07 Uhr aktualisiert

Tetra GC 50 Aquarien-Bodenreiniger

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*am 19.01.2020 um 19:07 Uhr aktualisiert

Eheim Schlammabsauger Quick Vac pro, Batteriebetrieb

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*am 19.01.2020 um 19:07 Uhr aktualisiert

Wasserwechsel und Wasserpflege

In einem gesunden Aquarium wird normalerweise nicht mehr als ein ein Drittel des Wassers in ca. 2- bis 4-wöchigen Abständen abgesaugt und gewechselt. Es ist darauf zu Achten, dass der Großteil des Wassers im Becken erhalten bleibt und lediglich 25-30% ersetzt wird, damit das biologische Gleichgewicht des Aquarienwassers nicht gefährdet wird. Da Leitungswasser in vielen Fällen recht hart, beziehungsweise kalkhaltig ist und teilweise Rückstände schädlicher Chemikalien wie Chlor enthält, macht man das frische Leitungswasser mit speziellen Wasserpflege-Zusätzen „aquarientauglich“.

Empfehlenswerte Wasseraufbereiter

Tetra pH/KH Minus (Senkung der pH- + KH-Werte)

7,89 €*9,29 €inkl. MwSt.
*am 30.08.2018 um 16:17 Uhr aktualisiert

JBL pH-Plus (Anhebung der pH- + KH-Werte)

10,17 €*inkl. MwSt.
*am 19.01.2020 um 19:08 Uhr aktualisiert

Reinigung des Filters

Ein Filter erfüllt eine ganze Reihe essentieller Aufgaben im Aquarium: Alle Filtertypen filtern das Aquarienwasser grundsätzlich mechanisch. Größere Aussenfilter mit geeignetem Filtermaterial filtern zudem biologisch sowie chemisch. Der Auslass des gefilterten Wassers sorgt außerdem für Sauerstoffanreicherung, Oberflächenbewegung, bzw. Strömung im Becken.

Zur Reinigung und zu den Reinigungsintervallen eines Aquarienfilters gehen die Expertenmeinungen teils weit auseinander. Außerdem existieren je nach Beckengröße und -art verschiedene Filtertypen, weshalb hier keine generell gültige Anleitung zur Filterreinigung möglich ist. Man sollte in jedem Fall das Handbuch und die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Filters zu raten ziehen.

Fest steht, dass der Filter nicht in zu kurzen Abständen gereinigt werden sollte. Ziel ist es die nützlichen Bakterienstämme im Filter möglichst zu schonen und zu erhalten. Als grobe Faustregel gilt: Frühestens alle 2-3 Monate, spätestens wenn die Filterleistung sichtbar nachlässt und Schwebeteilchen im Wasser verbleiben. Ebenfalls zum Schutz des bakteriellen Gleichgewichts des Aquarienwassers werden Wasserwechsel und Filterreinigung möglichst nicht gleichzeitig sondern zeitlich versetzt vollzogen. Bei Außenfiltern mit verschiedenen Filtermaterialien nie alle Materialien auf einmal ausgetauschen, sondern nur mit ausreichend zeitlichem Versatz. So verbleiben jeweils genug nützliche Bakterien im Filter, um sich anschließend wieder vermehren zu können.

 

Eine kompakte Checkliste für die Aquarienpflege findest du hier als PDF zum Download:

 Download: Checkliste Aquarienpflege 

 

 

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